meine Laufgeschichte

Posted on 26. Oktober 2010

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Laufbilder

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Einige Leser dieses Blogs haben mir geschrieben und sich nach meinem derzeitigen Trainingsstand vor dem Ironman Training erkundigt. Hier also ein paar Angaben dazu und was ich schon alles gemacht habe:

Damals im Schulsport war das Laufen die schlimmste Disziplin. 800m auf dem Sportplatz waren die Hölle. Ein Waldlauf, den ich damals freiwillig mitgemacht habe, ließ meine nächste Schulstunde ausfallen, weil ich zu langsam gelaufen bin. Bewusst angefangen zu laufen habe ich bei der Bundeswehr mit ca. 19 Jahren. Ein- bis fünf Runden im Monat auf einem Sportplatz oder im Gelände haben gereicht um mich nach dem Jogging krankenhausreif KO zu fühlen.  Aber ich habe es immer wieder versucht, vor Allem um in der Ruhe des Laufrythmus und der Natur abschalten zu können. Nach fünf Jahren Pause, zum Ende meines Studiums mit ca. 26 Jahren, bin ich wieder regelmäßiger für 30 Minuten zwei bis drei Mal in der Woche im Aachener Westpark gelaufen – immer schön im Kreis 10 bis 15 Runden.

Das zielorientierte Training hat erst in meinem ersten Job angefangen. Mein damaliger Chef Matthias – mit dem ich mein jetziges Ironman Training bestreiten will – hat gesagt: „Einen Tag Sonderurlaub für den, der den Marathon in Köln besteht.“ Also ein Jahr trainiert, meinen ersten Marathon gelaufen und nicht mehr vom Laufen losgekommen. Der erste Marathon war übrigens ziemlich hart, und im Zieleinlauf kullerte vor Glück ein Tränchen aus dem Augenwinkel – nicht vor Schmerz.

In den Folgejahren habe ich weiter trainiert und bin einige Wettkämpfe gelaufen: Marathon, Nachtlauf, Strongman-Run, Silvesterlauf, …, in einem Monat sogar mal ca. 180 Trainingskilometer gerödelt. Vor zwei Jahren habe ich dann meinen ersten Triathlon bestritten – die olympische Distanz – 1,5km geschwommen, 40km gefahren und 10km gelaufen. Ein riesiger Spaß! Zwischen meinen persönlichen Sport-Höhepunkten habe ich öfter Pausen von bis zu drei Monaten eingelegt.

Sport ist für mich kein Stressfaktor, sondern ich will Ausdauer gewinnen, Spaß haben und meine Ziele erreichen. Hier ein Eindruck über meine gemütlichen Zeiten:

  • Marathon in ca. 4:20h
  • 10km Laufen in ca. 0:50h bis 1:00h
  • 20km Radfahren in ca. 1h, 90km am Stück bin ich auch schon gefahren, zwei Touren auch über mehrere Tage
  • Schwimmen: Derzeit bin ich noch Brustschwimmer, die richtige Kraultechnik muss ich mir auf jeden Fall noch ganz schnell aneignen.

Ich würde mich als gemütlichen Hobbysportler bezeichnen. Deshalb mein derzeitiges Ziel: die Ironman-Distanz innerhalb des Zeitlimits bestehen. Also in ca. 16 Stunden.

Wie viel Spaß man beim Laufen haben und was man alles beim Laufen erleben kann ist sehr schön in z.B. folgenden beiden Büchern beschrieben: „Ultramarathon Man: Aus dem Leben eines 24-Stunden-Läufers“ von Dean Karnazes – von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuss – und in „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ von Haruki Murakami. Beides sehr spannende Bücher. Jetzt gibt es auch keine Buchempfehlungen in den nächsten Blogs mehr!

Sei der innere Schweinehund dein Freund und bis zum nächsten Mal.

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Posted in: Erfahrungen